Steckbrief

                                 Bolivianischer Schmetterlingsbuntbarsch   
                                       
(Papiliochromis altispinosa)

Diese absolut unterschätzen Fische können zu einem attraktiven prächtigen Aquarienbewohnern werden. Es hat lange gedauert bis mir Fische mit guter Form und Kondition begegneten.
Aus zwei verschiedenen Stämmen bildete sich schließlich ein Paar, das alle Vorraussetzungen erfüllte. Die Tiere stammen ursprünglich aus dem Norden Boliviens.
Für ein Gesellschaftsaquarium mit südamerikanischem Besatz, Segelflosser, Roten Neon usw. sind Sie ein auffälliger Farbfleck. Friedlich zu ihren Mitbewohnern sind sie allemal. Dazu sehr robust und langlebig auch größer mit 6 – 8 cm wie ihre nahen Verwandten die Schmetterlingsbuntbarsche (Papiliochromis ramirezi).
Dazu bei älteren Tieren die fädig ausgezogenen ziegelroten Schwanzflossen.
Die Tiere sind Allesfresser, vom Flockenfutter über Tiefkühlfutter bis hin zum Lebendfutter wird alles genommen.
Die Geschlechtsunterschiede sind nur schwer auszumachen. Gewisse Rückschlüsse lassen sich bei größeren Weibchen an der Rundung des Bauches erkennen. Ich lasse meine Paare sich selber finden.
Wenn die Genitalpapille deutlich sichtbar herausgetreten ist, fange ich erst das Weibchen und dann das zugehörige Männchen heraus und überführe die Tiere in ein vorbereitetes 40 - 60 Liter Aquarium. Wasserwerte sind robust: KH 7° PH-Wert 6,5 - 7.
Das Zuchtaquarium hat eine feine Kiesschicht mit einigen flachen Schieferplatten. Hierauf wird gelaicht. Beide Tiere pflegen das Gelege, dabei spuckt das Weibchen als der aktivere Elternteil zur Tarnung die Eier auf der Steinplatte leicht mit Kies zu. Somit sind diese für eventuelle Räuber nur schwer auszumachen. Die geschlüpften Larven werden in vorher vorbereitete Gruben verbracht, wo sie ganz
leicht mit Kies bedeckt werden und sehr gut getarnt sind. Die Fischbrut wird mindestens zweimal am Tag in eine neue Grube umgesetzt. Sobald die Jungen freischwimmen, beteiligt sich auch der Vater sehr intensiv um die Brutpflege und verteidigt heftig das Brutrevier.
Die Jungfische fressen vom ersten Tag frisch geschlüpfte Salinenkrebse. Damit werden die Tiere
mindestens 3 X täglich gefüttert. Nach einer Woche füttere ich zusätzlich mit gesiebten Cyclopsnauplien.
Damit stehen die Jungfische im Futter. Auch wird dreimal die Woche ein vorsichtiger Wasserwechsel
mit Leitungswasser durchgeführt.
Nach ca. 4 Wochen werden die Jungfische in ein größeres Aquarium überführt. 
Trotz abwechslungsreicher Fütterung und regelmäßigem Teilwasserwechsel wachsen die Jungen nur langsam heran.
Nach ca. 4 Wochen sind die Farben zu erkennen, die sich schnell intensivieren.
Wer einmal diese Zwergbuntbarsche gepflegt hat, möchte sie in seinem Aquarium nicht mehr missen.

Klaus Tietz
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