Unsere Jugendgruppe baut Aquarien Die Jungs haben lange gewartet, um genau zu sein, seit dem letzten Aquarianertreffen in Norderstedt. Dort zeigte Gerd Arndt sehr viele verschiedene Spezialbecken. Alle fertigt er selbst und so drängte sich bei mir die Frage an ihn auf, ob er meiner Jugendgruppe evtl. mal zeigen könnte wie es funktioniert. Vorteilhaft ist es außerdem, dass Gerd gleich bei uns um die Ecke, nämlich in Aukrug, wohnt. Somit war seine Anfahrt nicht weit und nach einiger Zeit auch ein gemeinsam passender Termin gefunden.
Am Samstag, den 25. April 2009, trafen wir uns alle um 10:30 Uhr. Schnell wurden Tische nach draußen getragen, denn die Sonne strahlte hell und freundlich. Gerd hatte bereits Glasstreifen von 30 cm und 20 cm Breite zugeschnitten. Damit konnten wir sofort anfangen und die Bodenscheiben zuschneiden. Das war ja noch relativ einfach. Das Becken sollte das Grundmaß von 30 x 20 cm haben. Also 20 cm plus Glasschneiderstärke von 2 mm natürlich mit einem Zollstock aus Metall abgemessen, den Winkel richtig festhalten und den Glasschneider ansetzen. Es soll knirschen, meinte Gerd, dann ist es richtig. Einige von uns waren zu zaghaft, andere hatten mit dem Festhalten des Winkels Probleme. Doch verschnitten wurde wenig, denn bei diesem tollen Lehrmeister klappte alles, sogar bei Dominik, unserem jüngsten Aquarianer.
Nun wurden die langen Seitenscheiben vom 30 cm breiten Streifen geschnitten. Die kleinen Seitenteile waren etwas schwieriger. Die 20 cm Höhe gab der Streifen, den Gerd mitgebracht hatte, bereits vor. Doch diese kleinen Seitenteile mussten ja zwischen die langen Seitenscheiben passen. Die Glasstärke von zwei mal 4 mm sowie der Glasschneider mussten berücksichtigt werden. Nun, wisst Ihr, wo der Winkel liegen muss? Also, 20 cm minus zwei mal 4 mm für die Glasstärke sind 19,2 cm. Der Glasschneider ist aber 2 mm breit somit müssen noch einmal 2 mm dazugegeben werden. Der Winkel lag nun bei 19,4 cm und los ging die Schneiderei.
Das Glas musste auch an bestimmten Seiten abgeschliffen werden. Nur die Kanten, die geklebt werden, konnten wir ungeschliffen lassen. Anschließend wurden alle Scheiben mit Azeton gereinigt, um das Fett und Schreiberreste zu entfernen.
Gerd hatte in der Zwischenzeit Übungsstreifen geschnitten. Mit diesen sollten wir das Auftragen vom Silicon und dann das Zusammensetzen üben. Hier zeigte sich sehr deutlich, dass alles eine Übungssache ist. Bei Gerd sah es so spielend leicht aus, doch die Wirklichkeit zeigte uns allen, dass das nicht so ist. Die Siliconpistole musste ordentlich mit Kraft gedrückt werden und gleichzeitig gezogen werden, damit ein gleichmäßiger Siliconstreifen auf der Schnittkante lag. Hört sich einfach an, doch ist es überhaupt nicht. Damit wir jedoch am Ende ordentlich geklebte Becken hatten, übernahm Gerd diese Aufgabe für aus. Außer Fabian, er wollte alles selber machen und hat es auch super hinbekommen. Wir alle haben dann noch die Führungsgläser für den Hamburger Mattenfilter selber in unsere Aquarien eingeklebt.
Nach ungefähr 4 Stunden waren wir stolze Besitzer eines kleinen Aquariums und wir haben sehr viel gelernt. Es waren lustige Stunden, auch wenn der eine oder andere manchmal das Glas in die Ecke werfen wollte, doch Gerd munterte uns alle wieder auf.
Vielen Dank für diesen tollen Tag, lieber Gerd, und wir werden Deine neue Aquarienanlage, wenn sie fertig ist, sehr gerne besuchen kommen. Die Jugendgruppe des IRIS Neumünster
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